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Investition in eigene Zukunft (Leserbrief vom 16.8.2007) PDF Drucken E-Mail
Samstag, 18. August 2007
Was Anis Ben-Rhouma in seinem Leserbrief in der PAZ vom 16. August zum Thema Studiengebühren schreibt, kann nicht unwidersprochen bleiben.

Hochschulabsolventen sind nach ihrem Studium zu ca. 3% von Arbeitslosigkeit betroffen, während der Durchschnittswert in Deutschland immer noch drei Mal so hoch liegt. Zudem verdienen Sie auch erheblich mehr als andere Arbeitnehmer. Deshalb ist es durchaus gerecht, dass Studenten neuerdings selbst einen kleinen Beitrag zu ihren Ausbildungskosten tragen müssen.
In Stadt und Landkreis Peine leben viele Arbeitnehmer. Wie will man diesen erklären, dass sie z.B. für ihre Fortbildung zum Techniker ganz ordentliche Kosten zu tragen haben, während sich die angehenden Akademiker ihr Studium vollständig vom Steuerzahler bezahlen lassen?

Widersprechen möchte ich auch der Aussage, CDU und FDP hätten aufgrund eines "elitären Menschenbildes" Studienbeiträge eingeführt, um Kinder aus weniger begüteten Familien zu benachteiligen. Im Gegenteil: Ganz bewusst wurde die Möglichkeit geschaffen, die Gebührenzahlung mit Hilfe von Studiendarlehen in die Zeit nach dem Berufseinstieg zu verlegen. Studentinnen mit Kind oder mit Pflegeaufgaben sind vollständig von den Gebühren befreit. Zur Zeit entstehen außerdem zahlreiche neue Stipendiensysteme an den Unis, bei denen es auf Leistung und nicht auf Herkunft ankommt.

Auch wenn die Umstellung unangenehm ist: Wir müssen uns in Deutschland daran gewöhnen, dass erstklassige Bildung eine Investition in die eigene Zukunft ist, die auch Geld kostet.

René Fritsch
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